Der grüne Tee ist die eigentliche Urform des Tees, wie er im asiatischen Raum seit Jahrtausenden getrunken wird. Aus den Hochländern von Südwestchina stammend, begann sein Weg rund um die Welt vor mehr als 5000 Jahren. Inzwischen hat er sich zum meistgetrunkenen Getränk nach Wasser entwickelt und wird heute in einer Vielfalt von Arten angeboten, die eine richtige Auswahl zur Wissenschaft werden lassen, doch das war nicht immer so. Vor allem der grüne Tee, auch Grüntee genannt, wurde seit dem letzten Jahrhundert sträflichst vernachlässigt. Hauptgrund hierfür war die britische Exportpolitik: Weil die Engländer das chinesische Teemonopol, das bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts den Weltmarkt beherrschte, brechen wollten, führten sie Tee aus Indien ein, den sie fermentierten. So bekam er sein dunkles Aussehen und wurde schwarzer Tee oder Schwarztee genannt. Er hielt den Strapazen wochen- und monatelanger Transporte aus den Anbaugebieten Asiens nach Europa besser stand.
Dem Schwarztee widmeten sich die britischen Geschäftsleute von da an und ignorierten den grünen Tee aus China völlig. Er wurde weder beim Export noch bei der Zusammenstellung bestimmter Teemischungen besonders berücksichtigt und auch die Werbung jener Jahre, das Schreiben von Büchern über den Tee, wurde völlig auf den Schwarztee abgestimmt. Ein weiterer Grund, den grünen Tee zu ignorieren, entstand aus rein finanziellen Erwägungen: Grüntee kann mehrmals aufgegossen werden, Schwarztee nur einmal. Da lag es logischerweise im Interesse der Händler, den "Einmaltee" zu favorisieren. So kam es wie geplant: mit dem Begriff "Tee" verbinden wir auch heute noch fast ausschließlich den schwarzen Tee und der Grüntee ist in Europa kaum bekannt. Auch wurden über ein Jahrhundert lang dem schwarzen Tee zahlreiche heilenden Wirkungen zugesprochen, die er eigentlich nicht erfüllen kann, denn die wichtigsten Inhaltsstoffe gehen bei der Wandlung von grünem in schwarzen Tee verloren. So beispielsweise das wichtige Vitamin C, das im Schwarztee nicht mehr enthalten ist.
Da in unserer modernen Zeit die alten Haus- und Naturheilmittel wieder ganz besonders in den Vordergrund treten, erlebt auch der Grüntee eine nie erwartete Renaissance. Die im grünen Tee enthaltenen Heilkräfte, über die chinesische Heilkundige bereits vor Jahrtausenden bestens informiert waren, werden von unserer modernen Wissenschaft wiederentdeckt. Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose oder Blutdruckproblemen kann man mit grünem Tee ebenso entgegenwirken wie Tumoren oder Karies, und das noch nebenwirkungsfrei.
Was sich hinter dem Begriff Tee alles verbirgt, was Grüntee ist und welche gesundheitlichen Auswirkungen er hat, wird in diesem Buch aufgezeigt, außerdem gibt es Anleitungen zur Zubereitung und nützliche Tips für den Alltag mit neuen Rezepten, ebenso wie eine kleine Übersicht über Teesorten, Qualitäten, Anbaugebiete und Fachbegriffe.
Das Buch versteht sich als praktischer Ratgeber für all diejenigen, die sich etwas intensiver mit dem grünen Tee und seinen Möglichkeiten befassen wollen.
94 Seiten
Paperback
Sonderpreis, früher 14,95