Olga Benario

Ein Leben für die Revolution


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Art.Nr.: PD-05448
Autor: Ruth Werner
Umfang:  
Einband: Broschiert
Schlagwörter:
Kommunistische, Internationale, Lateinamerika, Brasilie, Prestes, KPD, Weimarer Republik, KJVD, Berlin-Neukölln, Arthur Ewert, Otto Braun, Benario-Prestes, Olga, Biographie

Olga Benario, 1908 als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalt in München geboren, tritt mit Fünfzehn in die Kommunistische Jugend ein. 1927 in Berlin verhaftet, flieht sie nach Moskau und später nach Brasilien, um die Revolution vorzubereiten. An die Gestapo ausgeliefert, wird Olga Benario 1942 vergast. Ruth Werners Romanbiographie erzählt das bewegende Schicksal einer Frau, die ihren politischen Idealen bis zu ihrem Tod treu blieb.
 
1934 wurde Olga Benario als Personenschützerin des früheren Hauptmanns der Brasilianischen Armee Luís Carlos Prestes nach Brasilien geschickt, um dort die Revolution vorzubereiten. Auf der Reise als "portugiesisches Ehepaar in den Flitterwochen" getarnt, teilte sie bald mit Prestes das Bett. In Rio de Janeiro traf sie Elise und Arthur Ewert und sieben weitere aus der Sowjetunion entsandte Revolutionäre.

Der Putsch vom 27. November 1935 gegen die Regierung von Getúlio Dornelles Vargas schlug fehl, da die Unterstützung der Bevölkerung überschätzt wurde, und die Regierungstruppen, offenbar durch Verrat, informiert waren. Benario und Prestes tauchten unter und eine Verfolgungswelle gegen Linke setzte ein. Elza Fernandes (1915 - 1936), die Ehefrau des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Brasiliens, Antonio Maciel Bonfim, wurde verdächtigt, die Verräterin zu sein, da sie mehrmals verhaftet und wieder freigelassen und dann immer jemand festgenommen wurde. Die Kommunisten, auch Prestes, beschlossen, die "Verräterin" zu beseitigen und ermordeten sie durch Strangulation.

1936 wurde Benario, die zu dieser Zeit ein Kind von Prestes erwartete, verhaftet und von Filinto Müller, Polizeichef von Rio de Janeiro, am 21. September 1936 zur Auslieferung auf das deutsche Schiff "La Coruna" gebracht. Juden erhielten zu der Zeit in Brasilien kein Einreisevisum. Den Einspruch gegen ihre Abschiebung, den Dona Leocadia, Prestes Mutter, erhob, lehnte der Oberste Gerichtshof ab.

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